Highlights März 2014

 

Im März gab es in den Album Charts einige Bewegung, was den Spitzenplatz angeht.
Paulo Gonzo mit „Duetos“, wochenlang auf Platz 1, wurde in KW10 abgelöst von der Disney Produktion Violetta.
Bereits eine Woche später (KW 11) katapultierte sich die portugiesische Band Dead Combo mit „A Bunch of Meninos“ von Null nach ganz oben, hielt sich dort aber ebenfalls nur eine Woche.
Den Platz an der Sonne nimmt nun seit KW 12 „The Legendary Tigerman“ mit dem Album „True“ ein.
Eine „Sophisticated One-Man-Blues Band“ der minimalistisch progressiven Art aus Portugal.

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Das Album „True“ schoss förmlich aus dem Nichts auf Platz 1. Das extrem reduzierte Arrangement mit einer Gitarre und Drums, sowie der zart intonierte Gesang treffen wohl gerade den Nerv vieler Musikkonsumenten in Portugal.

Hier der Videoclip der ausgekoppelten Single „Do Come Home“. Wenn man sich darauf einlässt, entbehrt der Song durch seine zerbrechliche Eindringlichkeit nicht einer gewissen Faszination.

Hinter dem Kunstnamen „The Legendary Tigerman“ verbirgt sich der 1970 in Mozambique geborene portugiesische Sänger und Multi-Instrumentalist Paulo Furtado. Nach seinem ersten Lebensjahr zogen seine Eltern mit ihm nach Portugal in die Stadt Coimbra. Als junger Mann warf Paulo Furtado das in Lissabon angefangene Studium der Sportwissenschaften bereits nach drei Tagen hin und wandte sich eine Zeit lang ziemlich professionell dem Surf-Sport zu.

Seine schillernde musikalische Karriere begann Ende der achtziger Jahre als Lead-Gitarrist der psychobilly Band Tédio Boys. Die Gruppe brachte in den Neunziger Jahren drei Alben heraus.
Nach dem Verlassen der Band gründete Furtado die Blues-Rock Gruppe WrayGunn, wo er ebenfalls die Leadgitarre spielte und neben der Frontfrau Raquel Ralha auch vokalistisch in Erscheinung trat. Diese Band veröffentlichte 5 Alben.
Bereits während dieser Zeit begann Furtado seine Solokarriere als The Legendary Tigerman.

 

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In diesem Konzept bediente er neben der E-Gitarre gleichzeitig ein Schlagzeug und tritt seither auf der Bühne auch so auf.

Im Jahr 2001 kam sein erstes Album „Naked Blues“ auf den Markt, gefolgt vom Album „Fuck Christmas, I got the Blues“ im Jahr 2003. Mit „In Cold Blood“ (2004) und „Masquerade“ (2006) folgten zwei weitere Langspieler.
Beflügelt von der Anerkennung des letztgenannten Albums bei den Kritikern gelang Furtado der entscheidende kommerzielle Wurf mit dem Studio-Werk „Femina“, das 2009 veröffentlicht wurde.

Das Album war eines der Top 5-Alben in den portugiesischen Charts. Musikalisch kooperierte Furtado mit diversen Sängerinnen, blieb jedoch seinem minimallistischen Konzept stets treu.
Hier mit Maria de Medeiros eine schräge Version des Nancy Sinatra Songs
These Boots Are Made for Walking“:

Eine weitere Kostprobe mit hypnotischem Einschlag aus dem Album „Femina“: „Hey Sister Ray“ mit Rita Redshoes:

Dass Furtado auf coole Weise den Blues in sich hat, zeigt er hier live mit „The Saddest Thing To Say“ mit Lisa Kekaula.

 

Hier die Album Charts Platz 1 bis 20, Stand KW13 / 2014

 

Album-Charts-März-2014