Algarve Portugal

Er kommt ganz und gar unprätentiös daher, der Filmbeitrag des NDR in der Reihe mare TV über die südlichste Region Portugals. Aber hinter dem sehr bescheidenen Titel „mare TV – An der Algarve“ verbirgt sich einer der schönsten und eindrucksvollsten Filme, die in der jüngeren Vergangenheit für das Fernsehen produziert worden sind.

„An der Algarve“ erzählt sehr liebevoll Episoden rund um Barlavento und Sotavento, den Atlantik und Menschen, die an verschiedenen Orten der Algarve leben.

 

AlgarveDer Film erzählt von Jose, dem Entenmuschel-Kletterer, der mit seinem Hund an der Costa Vicentina lebt.

Er porträtiert Carlos, der auf der Insel Culatra in der Ria Formosa als Muschel-Farmer sein Geld verdient und sich in seiner Freizeit seinen 17 Singvögeln widmet.

Sein Nachbar Jose Manuel versorgt mit seinem speziell angefertigten Boot die Muschel-Farmer in der Lagune mit Sand.

 

Cabo de São VicentinaDer Film widmet sich aber nicht nur portugiesischen Bewohnern der Algarve: Wolfgang Bald und seine Frau Petra haben sich bereits vor Jahrzehnten im äußersten Südwesten der Algarve niedergelassen. Mit ihrer Wurstbude am Cabo de São Vicente haben die Beiden es mittlerweile zu überregionaler Bekanntheit gebracht.

Der Film zeigt Rodrige und seinen Sohn Gonçalo, die in der Nähe von Lagos ihre portugiesischen Wasserhunde züchten und trainieren.

 

KüsteUnd er stellt auch Miguel und Jorge vor, Meeresbiologen, die an der Universität der Algarve forschen, um die Bestände der Seepferdchen in der Ria Formosa zu vermehren und um neuen Wohnraum für diese empfindlichen Knochenfische zu schaffen.

Der Film von mare TV brilliert mit fantastischen Aufnahmen. Und die Porträts von Land und Leuten sind dabei sehr beeindruckend, aber zu keiner Zeit aufdringlich. Er zeigt nicht nur einzelne Charaktere, sondern er gibt auch Eindrücke des Zusammenlebens im Süden von Portugal.

Kurz: ein Film, der sehr viel Lust auf einen nächsten Besuch der Algarve macht – ohne dabei „touristisch“ zu sein…