Aktualisiert: 27.10.2016, 06:05 Uhr MESZ.

Eurowings

Eurowings-Jet mit österreichischer Registrierung am Flughafen Faro

 

Am Donnerstag, 27.10.2016, werden Flugbegleiter der Lufthansa-Billigtöchter Eurowings und Germanwings in Streik treten. Das kündigte die Flugbegleitergewerkschaft Ufo heute an.

Im Wortlaut: „Nach dem gescheiterten Einigungsversuch mit der Geschäftsführung der Eurowings ruft die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) alle Mitglieder und Kabinenbeschäftigten der Eurowings GmbH auf, am morgigen Donnerstag, den 27.10.2016 in der Zeit von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr an den Standorten Düsseldorf und Hamburg für die Dauer von 24 Stunden die Arbeit niederzulegen.“ Und weiter:  „Wir bedauern es sehr, dass es zu dieser Eskalation kommen musste. Die Verhandlungen sind jedoch an einen Punkt gekommen, an dem es zu einem Streik keine Alternative gibt. Besonders bei unseren Gästen möchten wir uns bereits jetzt für die entstehenden Unannehmlichkeiten entschuldigen“, so Nicoley Baublies, UFO-Vorstand und Leiter Tarif.“

Wenige Minuten nach dieser Erklärung weitete Ufo den Streik auch auf Germanwings-Flüge aus.

Eurorings und Germanwings bedienen unter anderem auch die Flughäfen Faro, Lissabon und Porto.

 

Als definitiv abgesagt erklärte Eurowings (Stand: 06:00 Uhr MESZ) u. a. folgende Flüge:

27.10.2016 10:00 12:05 4U 602 Köln-Bonn Lissabon abgesagt
27.10.2016 12:45 16:30 4U 603 Lissabon Köln-Bonn abgesagt

 

Der bisher letzte Einigungsversuch mit der Geschäftsführung der Lufthansa-Tochter Eurowings war zuvor fehlgeschlagen.

Der Tarifkonflikt zwischen Ufo und Eurowings schwelt bereits seit rund drei Jahren. Im Wesentlichen geht es um die Arbeitsbedingungen, die Bezahlung und einer Arbeitgeber unterstützten Altersversorgung der Flugbegleiter. Die Fluggesellschaft steuert mit derzeit 23 Flugzeugen und etwa 400 Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern von Düsseldorf und Hamburg Ziele in Europa an.

Die Kabinen-Crews von Eurowings werden schlechter vergütet als Lufthansa-Angestellte.

 

„Keine andere Wahl“

 

Ufo sieht die Schuld für das Scheitern der Tarifverhandlungen bei Eurowings. Es bleibe der Gewerkschaft Ufo nach eigenen Angaben „keine andere Wahl“, als seine Mitglieder zum Streik aufzurufen, teilte die Ufo mit.

Die Flugbegleitergewerkschaft hat der Eurowings-Verhandlungsführung nach eigenen Angaben ein konkretes Forderungspaket übergeben. Sie fordert die Absicherung der Arbeitsplätze, eine arbeitgeberfinanzierte, betriebliche Altersvorsorge sowie eine Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter in der Kabine. All dies führe „bestenfalls zum Anschluss der Eurowings-Mitarbeiter an die restlichen Mitarbeiter in den Flugbetrieben der Lufthansa“, sagte Nicoley Baublies, Tarifvorstand der Ufo.

In einer Videobotschaft, die Ufo bereits am Sonntag veröffentlicht hatte, hat Baublies ausführlicher die Hintergründe des Tarifkonflikts erläutert.

 

Von Eurorings war indes keine unmittelbare Reaktion auf die Streikankündigung zu bekommen. Laut Spiegel online habe ein Unternehmenssprecher mit Unverständnis auf die Bekanntmachung reagiert. „Wir haben der Ufo gestern eine Schlichtung zu allen offenen Tarifvertragsthemen angeboten“, sagte er in Düsseldorf.

 

Quellen: Ufo e..V., dpa, Reuters, Spiegel online

 

Weitere Informationen und Empfehlungen für Fluggäste

 

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Auf dieser Seite von Spiegel online finden Sie wertvolle Tipps und Empfehlungen, die Sie in Bezug auf Flüge beachten sollten, sofern Sie amm 27.10.2016 an Bord von Germanwings oder Eurorings gebucht sind…