Als „sehr erfolgreich“ haben die Organisatoren das Eröffnungskonzert zum Klassik-Musikfestival FIMA bezeichnet: Rund 400 Gäste applaudierten im Teatro das Figuras in Faro nach der Aufführung von Beethovens neunter Symphonie durch das Orquestra Classica do Sul (OCS) unter Dirigent Rui Pinheiro kräftig und anhaltend. Am 25. März führen Kammermusiker des OCS im Theater von Silves Werke von Mozart und Schönberg auf. Am darauffolgenden Freitag, 31. März, bietet das Festival ein musikalisches Dinner: Leiter Rui Pinheiro und Osvalde Silva, Meisterkoch im Luxushotel Conrad Algarve (Quinta do Lago), laden zu einem besonderen Geschmackserlebnis für Gehör und Gaumen ein – auf einer imaginären Reise durch Portugal, Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich.

FIMA OCS Eröffnung

Freude über das gelungene Eröffnungskonzert mit Beethovens 9. Symphonie. Foto: FIMA

Beim Eröffnungskonzert in Faro waren auch der Coro Sinfonico Lisboa Cantat und die Solisten Carla Simões, Cátia Moreso, João Cipriano und Nuno Araújo Pereira mit von der Partie gewesen. Auf dem Programm stand nicht nur die „Ode an die Freude“, sondern auch die Welturaufführung das Stück „Eu.Rope“ von Luis Soldado. Dem Komponisten, der dem Tournee-Orchester der Algarve und des Alentejo eng verbunden ist, geht es im dem Stück darum, dass sich Europa mit Blick auf sein kulturelles und geistiges Erbe neu erfinden müsse.

FIMA Faro

Eröffnung des Klassik-Festivals im Stadttheater von Faro mit rotem Teppich. Foto: FIMA

 

„Prächtiges Programm“

 

FIMA Scherenschnitt

Festival-Eröffnung mit Scherenschnitt in Faro: Staatssekretär Miguel Honrado. Foto: FIMA

„Wir haben großartiges Feedback der Öffentlichkeit erhalten“, zeigte sich Carina Santos, die PR-Referentin des internationalen Klassik-Musikfestivals FIMA, nach der Veranstaltung begeistert. Es sei ein „prächtiges Programm, von talentierte Künstlern dargeboten“ gewesen. Als Ehrengäste anwesend waren unter anderem Miguel Honrado, der Kultur-Staatssekretär aus Lissabon, Dália Paulo, Managerin des Kulturprogramms „365 Algarve“, Alexandra Gonçalves, die Kultur-Direktorin der Region, Desidério Silva, Präsident des Algarve-Tourismusverbands und Faros Bürgermeister Rogério Bacalhau.

Mit dem nach langjähriger Pause neu aufgelegten „Festival Internacional de Música do Algarve“ (FIMA) will der Süden Portugals von März bis Mai sein Kulturangebot verstärken (wir berichteten). Veranstalter der zehnwöchigen Konzertreihe, der 32. ihrer Art, ist das OCS. Es treten 30 Orchester, Ensembles und Solisten aus den Ländern Portugal, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Dänemark und Israel auf – als Teil der „365 Algarve“-Aktivitäten. Das vielfältige Programm bietet Orchester-, Kammer- und geistliche Musik. Eintrittskarten sind bereits ab acht Euro zu kaufen – in den Vorverkaufsstellen und online.

 

Brandenburgische Konzerte am 21. April

 

FIMA Programm Hände

Kirche Tavira: Briten bringen Barock zu Gehör. Foto: FIMA

Für den April sind drei Konzerte in Faro (Donnerstag, 6., Freitag, 28., Sonntag, 30.) geplant sowie je eines in Lagos (Samstag, 8.), Tavira (Freitag, 21.) und Loulé (Sonntag, 23.).

Eines der Highlights im April dürfte der Auftritt der „Academy of Ancient Music“ aus Großbritannien unter der Leitung des Violinisten Pavlo Beznosiuk sein.

In der Igreja do Carmo bringt die Academy am 21. April die Brandenburgischen Konzerte 4 und 5 von Johann Sebastian Bach und zwei Werke von Georg Philipp Telemann zu Gehör.

Weitere Festival-Orte neben den bereits erwähnten sind Albufeira, Castro Marim, Lagoa und São Bras de Alportel.