Alexander Kroll, der Gründer dieses Blogs „Algarve für Entdecker“, und ich sind ehemalige Berufskollegen aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Lufthansa. Er wirkte vorwiegend im Eventmanagement am Drehkreuz in Frankfurt am Main, ich kümmerte mich in der Hauptverwaltung in Köln ums Corporate Publishing. Das war in den achtziger Jahren. Später trennten sich unsere beruflichen Wege; wir verloren uns aus den Augen.

Alexander Kroll im Museum Barberini in Potsdam

Ruhig, nachdenklich, interessiert und intensiv beobachtend: Alexander Kroll, hier beim gemeinsamen Besuch der Impressionisten-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini. Foto: Hans-Joachim Allgaier

Im Sommer 2016 gab es dann für mich eine ebenso freudige wie angenehme Überraschung: Alexander hatte sich an meine publizistische Fährte geheftet und mich als Autor der Deutschen Welle aufgespürt. Er nahm Kontakt mit mir auf. Wir stellten zwei interessante Dinge fest: Erstens sind wir uns sogar geografisch sehr nahe – er lebt in Berlin, mein Wohnsitz ist Potsdam, wo ich lange für das Hasso-Plattner-Institut tätig war. Und zweitens hatten wir uns unabhängig voneinander zur gleichen Zeit – Anfang der achtziger Jahre – in dieselbe verliebt, in die Algarve! Und keiner hatte das dem anderen bislang ausgeplaudert… Beide waren wir seitdem einfach nicht mehr von der bezaubernden portugiesischen Südküste losgekommen.

 

Zur gleichen Zeit in dieselbe verliebt

 

Alexander lud mich herzlich ein, als Algarve-Liebhaber Beiträge zu seinem nichtkommerziellen Blog beizusteuern. Damit legte ich gerne los, machte somit meine ersten Geh-Versuche als „Blogger“ und in der Funktion eines Blog-Administrators. Vergangenen Oktober traf sich Alexander mit mir in Portimão, wo ich mich phasenweise aufhalte, und verdeutlichte das, was er schon beim allerersten Telefonkontakt angedeutet hatte: Er könne aufgrund gesundheitlicher Handicaps den Blog wohl nur noch für kurze Zeit steuern. Auch sei der Kreis an weiteren Mitwirkenden aufgrund jeweils außergewöhnlicher Umstände derzeit sehr klein geworden.

In dieser Situation fragte mich Alexander, ob ich künftig nicht nur weiterhin Text- und Bild-Beiträge liefern könne, sondern von ihm bald auch die Redaktionsleitung zu übernehmen bereit sei. Diese Frage habe ich nach reiflichem Überlegen und Abwägen meiner Möglichkeiten mit ja beantwortet. Wir beide führten dann zahlreiche längere Gespräche, in denen wir die erfolgreiche Entwicklung des Blogs seit 2013 erörterten, und tauschten Gedankenskizzen über wünschenswerte und machbare nächste Schritte aus. Auf der ITB in Berlin stellte mich Alexander im März 2017 als seinen designierten Nachfolger vor.

 

Uns beseelt dieselbe Liebe zur Algarve

 

Blick von Ferragudo auf den Algarve-Hafen von Portimao

Fernblick auf den Hafen von Portimao, wo Alex‘ Herz in den achtziger Jahren an der Algarve festmachte. Foto: Hans-Joachim Allgaier

Festzuhalten bleibt: Uns beseelt dieselbe Liebe zur Algarve und wir möchten beide, dass auch künftig möglichst viele Menschen sie mit uns teilen. Vor allem geht es darum, die bewundernswerte Vielfalt der südwestlichsten Region Kontinentaleuropas unmittelbar erlebbar zu machen, uns positiv von herkömmlichen Reiseführern und Webseiten abzuheben, die allzu oft nur das Vordergründige, Offensichtliche oder Klischeehafte ansprechen. Doch die Algarve hat auch viele versteckte kulturelle Schätze und anmutige Attraktionen. Wegen der liebenswerten portugiesischen Bescheidenheit blieben diese oft im Hintergrund, wenn wir sie nicht mit einem zweiten oder dritten Blick erfassbar machten und die intensivere Beschäftigung mit dem gesamten Umfeld in Portugal und dessen Süden ermöglichten.

Deshalb ist und bleibt dies die Ambition des Blogs „Algarve für Entdecker“. So habe ich es Alexander versprochen und so werde ich es umsetzen – sicher mit meiner eigenen journalistischen Handschrift, aber ganz im Sinne des Gründers. Ich bin Alexander sehr dankbar, dass er sein Vertrauen in mich setzt und werde bemüht sein, es auch in Zukunft zu rechtfertigen. Alle bisherigen Autoren, die viel freie Zeit und Herzblut in ihre Blog-Beiträge investiert haben, bitte ich weiterhin um Unterstützung. Willkommen sind selbstverständlich auch neue Mitarbeiter, die sich genauso uneigennützig für die Algarve engagieren wollen.

Die Blog-Nutzer an der Südküste Portugals und andernorts sowie die Autoren sagen in großer Dankbarkeit: Muito obrigado, Alexander! Felicidades!

Hans-Joachim Allgaier

www.hajo-allgaier.de