„365 Algarve“ gut bewertet: Kulturprogramm wird fortgesetzt

Ab Oktober 2017 bis Mai 2018 wird es eine zweite Auflage des Kulturprogramms 365 Algarve geben. Dies hat uns zum Ende der ersten Phase Programmmanagerin Dália Paulo bestätigt. „Im Moment bewerten wir das breite Spektrum von mehr als 100 Bewerbungen aus fast 100 Institutionen, die uns im Februar und März erreichten“, berichtet Paulo. Die Spannweite der Angebote, die der Algarve mehr Attraktivität auch außerhalb der Hauptsaison verleihen sollen, sei der in der ersten Programmphase vergleichbar. Entscheidungen werden nach Paulos Einschätzung bis Ende Mai/Anfang Juni getroffen sein.

365 Algarve Kulturprogramm Plakat
Kulturell ist hier dauernd etwas los, sagt das Plakat zum Projekt. Foto: Veranstalter

Die Präsentation des neuen Programms soll nach ihren Aussagen „im Verlauf des Sommers“ stattfinden. Die erste Auflage hatte mit mehr als tausend Veranstaltungen in den Haupt-Bereichen Musik, Tanz, Theater und Ausstellungen das traditionelle Kulturangebot der Algarve ergänzt.

Laut den Ergebnissen einer wissenschaftlichen Begleitstudie waren von den befragten Besuchern der ersten Programm-Phase rund 80 Prozent mit ihrem Erlebnis so zufrieden, dass sie das Angebot in ihrem Umfeld empfehlen wollten. Bei den Einwohnern der Algarve lag die Rate bei 84 Prozent, bei den Urlaubsgästen bei 79 Prozent. Die Organisation „Região de Turismo do Algarve“ (RTA) hatte die Studie bei der Universität in Faro in Auftrag gegeben. Der Auswertung liegen nach RTA-Angaben 1.200 Interviews zugrunde – mit Veranstaltungspublikum, aber auch anderen Algarve-Einwohnern und -Besuchern.

 

Universität Faro: Hohe Zufriedenheit bei Teilnehmern

 

Wie der Bericht zeigt, sahen die meisten Befragten ihre Erwartungen übertroffen, beabsichtigten auch an anderen Veranstaltungen des Programms teilzunehmen und bezeichneten das Projekt 365 Algarve als eine innovative Initiative. Gelobt wurden besonders die Vielfalt der kulturellen Anlässe und die Räumlichkeiten.

54 Prozent der Einwohner nahmen durchschnittlich an zwei Ereignissen des 365 Algarve-Programms teil. Von den befragten Algarve-Besuchern erlebten 76 Prozent mindestens ein Event. Besonders beliebt sind Musical- sowie Tanz- und Theater-Aufführungen. Ein wichtiger Entscheidungsgrund für die Teilnahme ist, dass die Kulturveranstaltungen in der Nähe der Wohnorte stattfinden. Gewünscht werden vor allem eine stärkere geografische Streuung der Events, eine größere Diversifizierung des Angebots und eine frühere Bekanntgabe.

 

Mehr Kommunikation in Richtung Urlaubsgäste nötig

 

Nationalität der Teilnehmer an Kulturveranstaltungen von 365 Algarve
So verteilte sich die Nationalität befragter Teilnehmer an Veranstaltungen von „365 Algarve“. Blau: Residenten, rot: Urlaubsgäste. Quelle: UAlg

Die Forscher der Universität der Algarve fanden bei ihrer Untersuchung zudem heraus, dass weniger Algarve-Besucher (57 Prozent) als -Einwohner (70 Prozent) das Kulturprogramm kennen. Sie folgern, dass mehr Kommunikation über nationale und internationale Kanäle stattfinden müsse, vor allem über das Internet und hier besonders über soziale Netzwerke. Schließlich würden sich Interessierte oft kurzfristig entscheiden, an einer Kulturveranstaltung teilzunehmen.

Vor allem für die Ansprache ausländischer Residenten sei es wichtig, zum Beispiel die Eigentümer-Vereinigung AFPOP stärker einzubinden, heißt es in dem Bericht. Das Durchschnittsalter der befragten Einwohner gibt er mit 53 Jahren, das der Besucher mit 46 Jahren an. 65 Prozent der befragten Wohnbevölkerung hätten einen höheren Bildungsabschluss. Bei den Gästen liegt die Rate sogar bei 73 Prozent.

 

Deutsche bei befragten Besuchern nicht repräsentiert?

 

Plakat 365 Algarve auf Ständer mit Tänzerin
Schwung im Kulturangebot: 365 Algarve wird fortgesetzt. Foto: Veranstalter

Von den Interviewpartnern unter den Residenten hatten 53 Prozent die portugiesische, 26 Prozent die britische und fünf bzw. vier Prozent die niederländische oder deutsche Staatsangehörigkeit.

Bei den Algarve-Besuchern – 75 Prozent kommen aus dem Inland – sind erstaunlicherweise die Deutschen gar nicht separat erfasst, wohl aber US-Amerikaner und Briten (jeweils sechs Prozent) sowie Belgier und Niederländer (jeweils vier Prozent).

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

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