So die passende Sonnenbrille finden

Um das helle und kräftige Sonnenlicht der Algarve genießen zu können, braucht es eine gute Sonnenbrille. Denn UV-Strahlung und Blendung könnten ungeschützte Augen dauerhaft schädigen. Hier einige wichtige Tipps für alle, die sich ein neues Modell zulegen oder eine alte Brille auf ihre Tauglichkeit für den Urlaub an der Südküste Portugals überprüfen wollen. Auch einige Hinweise zum sinnvollen Hautschutz geben wir.

Marta Cabral trägt Sonnenbrille an der Algarve auf der Rota Vicentina
Weiß um guten Sonnenschutz an der Algarve: Marta Cabral vom Verein Fernwanderweg Rota Vicentina, hier in Odeceixe. Foto: Hans-Joachim Allgaier

 

Minderwertige Sonnenbrille kann schaden

 

Gute Sonnenbrille für das Licht der Algarve
Das helle Algarvelicht erfodert eine gute Sonnenbrille. Foto: BAuA/Sylwia Wisbar

Minderwertige Sonnenbrillen schädigen die Augen im schlimmsten Fall mehr als ein Sonnenbad ohne Brille, sagen Mediziner. Eine qualitativ gute und auf ihre Sicherheit geprüfte Brille kann der Laie erkennen. Wichtig ist zum Beispiel das CE-Zeichen, das den gesetzlich vorgeschriebenen UV-Schutz der Sonnenbrille bestätigt. Auch Hinweise wie UV 400 oder UV 100 deuten auf einen ausreichenden Schutz gegen ultra-violette Strahlung hin. Allerdings: Diese Hinweise werden oft zu Unrecht angebracht, bemängeln Experten. Wer „auf Nummer Sicher“ gehen will, kann den UV-Schutz seiner Sonnenbrille beim Optiker prüfen lassen.

 

Auf ausreichende Tönung der Sonnenbrille achten

 

Ebenso sollte die Sonnenbrille für den Urlaub an der sonnenverwöhnten Algarve auch über eine ausreichende Gläsertönung verfügen. Hier gibt es fünf Kategorien. Dabei bietet die Kategorie 2 mit 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit einen guten Schutz für Sonnentage in Mitteleuropa. Wer einen Strandurlaub an der Algarve macht oder in die Subtropen fliegt, sollte die höhere Kategorie 3 wählen, die nur noch zwischen 8 und 18 Prozent des Lichts durchlässt.

 

Braune und grauen Gläser ratsam für die Sonnenbrille

Algarve-Auswahl an Sonnenbrillen
Qual der Wahl an der Algarve: Nicht die bunteste ist die beste Sonnenbrille. Foto: Hans-Joachim Allgaier

Bei der Farbwahl raten die Experten zu braunen und grauen Gläsern. Sie verfälschen die Farben kaum und bieten einen guten Blendschutz. Gelbe, orange und rote Gläser verstärken den Kontrast und eignen sich für schlechte Sichtverhältnisse, doch für den Straßenverkehr sind sie oft ungeeignet. Auch von blauen und grünen Gläsern raten Fachleute ab.

Auch Verarbeitung der Sonnenbrille prüfen

 

Vor dem Kauf sollten das Gestell und die Gläser auf ihre Verarbeitung geprüft werden. Auch auf leichten Fingerdruck darf das Glas nicht nachgeben. Wer Blasen, Schlieren oder Einschlüsse beim genaueren Betrachten der Gläser entdeckt, sollte die Brille schnell zurücklegen. Wenn Warnhinweise sowie Hinweise zur Pflege und Reinigung der Brille beiliegen, sind das Indizien für eine Brille von guter Qualität.

 

Was bei der Sonnenbrille sonst noch passen muss

 

Eine gute Brillenqualität allein reicht aber nicht aus. Die Sonnenbrille muss die Augen optimal abdecken. Ihre Gläser sollten mindestens bis zu den Augenbrauen und seitlich zum Gesichtsrand reichen.

Nicht zuletzt sollte die Brille angenehm zu tragen sein und zur Gesichtsform passen. Hier heißt es: ausprobieren und vergleichen. Denn die beste Brille nützt nichts, wenn sie in der Schublade liegen bleibt.

 

Sonnenbrille beim Autofahren?

 

Algarve-Verkehr undenkbar ohne Sonnenbrille
An der Algarve auch beim Autofahren wichtig: die Sonnenbrille. Foto: Autodromo

Damit sie beim strahlendem Sommerwetter an der Algarve nicht vom grellen Licht geblendet werden, schützen sich nicht wenige Fahrer mit einer Sonnenbrille. Allerdings sind nicht alle Modelle sind für den Straßenverkehr geeignet. Dort ist insbesondere die Tönung der Gläser ein Sicherheitsfaktor: Je dunkler sie sind, desto weniger Licht lassen sie durch. Das könnte die Sicht des Fahrers zu sehr einschränken.

Bei einer Tönung von mehr als 92 Prozent ist die Brille nicht mehr für den Straßenverkehr geeignet. Dies entspricht der Filterkategorie 4. Solche dunklen Sonnenbrillen sind eigentlich nur für Touren ins Hochgebirge gedacht. Autofahrer, die ohnehin nur mit Sehhilfe fahren dürfen, müssen auch beim Autofahren eine Sonnenbrille mit passender Sehstärke oder zusätzlich Kontaktlinsen tragen.

Auch das sollten Sie im Algarve-Verkehr beachten:

– Die Farbe der Gläser kann sich auf die Fahrsicherheit auswirken. Ist zum Beispiel der Rotanteil zu stark, lassen sich Ampelfarben und Bremslichter nur schwer erkennen. Am besten fährt man mit schwarzen oder braunen Gläsern.
– Selbsttönende Gläser sind nur bedingt zu empfehlen: Da die Windschutzscheibe bereits UV-Strahlung filtert, kann es sein, dass sich selbsttönende Gläser nicht ausreichend verfärben. Ausnahme sind neuartige Verdunkelungsgläser, die auf sichtbares Licht reagieren.
– Eingeschränkte Sicht haben unter Umständen Autofahrer, die eine Brille mit breiten Fassungsrändern tragen. Je besser das Sichtfeld, desto sicherer ist der Fahrzeuglenker unterwegs.
– Manche Autofahrer tragen auch nachts eine Sonnenbrille, weil sie sich durch die Scheinwerfer der entgegenkommenden Autos gestört
fühlen. Dann sollten allerdings nur Brillen mit einer Tönung von maximal 25 Prozent getragen werden.

 

Und wie sollte der Sonnenschutz für die Haut aussehen?

 

Tipps zum Hautschutz durch richtiges Eincremen haben wir bereits in einem früheren Beitrag von „Algarve für Entdecker“ gegeben.

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications – Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

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